Vermehrt Biber auf Heidelbergs Straßen

Stadt bittet um besondere Aufmerksamkeit

Viele junge Biber sind zurzeit auf der Suche nach einem eigenen Revier. Dabei überqueren sie auch Straßen und diese Wanderbewegungen erhöhen das Risiko für Wildunfälle. Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden daher gebeten, besonders abends und nachts aufmerksam zu fahren und auf die Verkehrszeichen „Wildwechsel“ zu achten

Biber überquert die Straße
Wenn Biber im Sommer viele Straßen überqueren, müssen Autofahrer besondere Vorsicht walten lassen. (Foto: Murka Muschiol)

In Heidelberg häufen sich Unfälle mit Wild insbesondere im Bereich Stift Neuburg sowie im Bereich der Schleuse Neckargemünd auf der Ziegelhäuser und der Schlierbacher Seite. Sollte eine Verkehrsteilnehmerin oder ein Verkehrsteilnehmer einen Unfall mit einem Biber haben oder ein verletztes Tier finden, bittet die Stadt darum, dass Bürgerinnen und Bürger die Polizei informieren.

Junge Biber vor allem im Sommer auf der Suche nach einem neuen Revier

Während der Sommermonate kommt es zu vermehrten Wanderbewegungen von Bibern, insbesondere von Jungtieren, denn im Frühsommer bekommen Biberfamilien Nachwuchs. Gleichzeitig werden die Jungbiber aus den vorherigen Generationen aus dem elterlichen Revier verdrängt. Am Neckar in Heidelberg haben sich in den vergangenen Jahren wieder Biber angesiedelt und sind dort inzwischen fest etabliert.

Ehrenamtliche Biberberater als Hilfe bei Fragen und Konflikten rund um den Biber

Die Stadt Heidelberg bietet mit ihren ehrenamtlichen Biberberatern eine verlässliche Anlaufstelle für alle Anliegen rund um den streng geschützten Nager. Die Aufgaben des Biberberaters umfassen die Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung rund um das Thema Biber sowie die Betreuung und Beobachtung der Heidelberger Biberpopulation. Dazu gehört die Einschätzung möglicher Konflikte, die durch den Biber entstehen können, sowie die Beratung von Betroffenen vor Ort.

Darüber hinaus werden einfache Schutzmaßnahmen unterstützt, etwa zum Erhalt einzelner gefährdeter Bäume, und kostenfreies Präventionsmaterial wie Zaunmaterial bereitgestellt. Bei komplexeren Problemfällen stellen die Biberberater den Kontakt zum Regierungspräsidium her, während sie bei speziellen Fachfragen die zuständigen Behörden, beispielsweise aus den Bereichen Naturschutz, Wasserwirtschaft oder Landwirtschaft, einbinden. Zudem prüfen die Biberberater Hinweise aus der Bevölkerung auf neue Bibervorkommen oder Gefährdungen und melden Verstöße gegen das Naturschutzrecht.

Ergänzend: Weitere Informationen zum Bibermanagement und zu den Biberberatern in Heidelberg sind abrufbar unter www.heidelberg.de/HD/Leben/die+biberberater.html.

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