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Stadtarchiv
Max-Joseph-Straße 71
69126 Heidelberg

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Städtische Ämter, Einrichtungen und Gremien

Gemeinderat mit gemeinsamer Erklärung (fast) aller Fraktionen

Panoramabild Großer Rathaussaal

Der Gemeinderat bekennt sich mit großer Mehrheit zur Erstellung eines gesamtstädtischen Konzepts für das Gedenken an NS-Unrecht in Heidelberg und bedankt sich bei allen zivilgesellschaftlichen Akteur:innen für deren Mitwirkung. „Erinnern heißt, eines Geschehens so ehrlich und rein zu gedenken, dass es zu einem Teil des Inneren wird“ (Bundespräsident Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985). Es hat sich in den letzten Jahrzehnten in unserer Stadtgesellschaft eine Vielzahl an Initiativen und Organisationen mit einer ebensolchen Vielfalt an Formaten gebildet. Dies zu verfestigen und zu bestärken ist uns bleibender Auftrag.

Amt für Chancengleichheit

Regenbogenflagge vorm Rathaus

Das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg ist die kommunale Antidiskriminierungsstelle. Aufgabe des Amts ist es, Strategien, Empfehlungen und Initiativen zu entwickeln, die Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe nachhaltig fördern und Diskriminierung in all ihren Formen entgegenwirken. Im Rahmen dieses Auftrags wirkt das Amt auch am gesamtstädtischen Erinnerungskonzept zum NS-Unrecht mit. Es setzt sich für ein vielfältiges und inklusives Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ein. Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Schwarze und queere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Kranke, politisch Wiederständige, Zeugen Jehovas sowie Zwangsarbeiter*innen wurden systematisch entrechtet, verfolgt und ermordet.
 

Kontaktadresse 

Beirat von Menschen mit Behinderungen (bmb)

Logo bmb

Seit März 2008 hat die Stadt Heidelberg einen Beirat von Menschen mit Behinderungen (bmb). Damit gibt es für die über 20.000 Menschen mit Behinderung, die in Heidelberg wohnen, eine kontinuierliche kommunale Interessenvertretung.
Der Beirat setzt sich zusammen aus 15 Mitgliedern aus dem Kreis der Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen und einem oder einer Angehörigen eines minderjährigen Kindes mit Behinderung.
Er ist Ansprechpartner für die Stadtverwaltung, arbeitet eng mit der kommunalen Behindertenbeauftragen zusammen und setzt sich für die Interessen von Menschen mit Behinderung ein. Ziel des bmb ist es, den Dialog zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen zu verbessern und auf kommunalpolitischer Ebene die Interessen von Menschen mit Behinderungen zu vertreten.
Im Projekt vertritt der bmb vorrangig einen betroffenen, nicht-akademischen Blickwinkel auf die Medizinverbrechen, die Zwangssterilisation und die sogenannte „Euthanasie“.

Jugendgemeinderat

Gruppenbild Jugendgemeinderat Heidelberg

Der Jugendgemeinderat setzt sich für die Interessen der Jugendlichen in Heidelberg ein. Durch die Einrichtung eines Jugendgemeinderates im Jahre 2006 sollen junge Menschen in Heidelberg stärker am kommunalpolitischen Geschehen beteiligt und deren soziales und gesellschaftliches Engagement gefördert werden. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass die Interessen von Jugendlichen in allen sie betreffenden kommunalpolitischen Themen angemessene Berücksichtigung finden. Der Jugendgemeinderat vertritt die Interessen der Jugendlichen gegenüber dem Gemeinderat und seinen Ausschüssen sowie gegenüber dem Oberbürgermeister. Er hat die Aufgabe, den Gemeinderat der Stadt Heidelberg in Fragen, die die Jugendlichen in Heidelberg betreffen, zu beraten.

Kommunale Behindertenbeauftragte

Gedenkstein gegenüber dem Haupteingang der Psychiatrischen Klinik Heidelberg (Foto: Stadt Heidelberg)

Das Theater der Stadt Heidelberg arbeitet in Kooperation mit der Kommunalen Behindertenbeauftragten an einem inklusiven Theaterprojekt zum Gedenken an die Heidelberger Opfer von "Euthanasie", Medizinverbrechen und Zwangssterilisationen an Menschen mit Behinderungen während der NS-Diktatur in Heidelberg. "Ein Platz im Gedächtnis - Inklusives Projekt zu Gedenkkultur in Heidelberg" lautet der Projekttitel. Das Land Baden-Württemberg fördert das Projekt im Rahmen des Förderprogramms "Impulse Inklusion". Die Aufführungen fanden am 6., 7. und 8. Dezember 2025 statt.

Kulturamt

Gedenktafel Altstadt

Das Kulturamt ist für die Koordination und Pflege der Gedenktafeln im Stadtgebiet zuständig, die u.a. auch an Opfergruppen und historische Orte des NS-Unrechts erinnern. Die Hermann-Maas-Rede ist eine regelmäßig stattfindende Vortragsreihe, die an das Wirken des Pfarrers und NS-Gegners erinnert und renommierte Redner:innen zu aktuellen Fragen der Erinnerungskultur nach Heidelberg einlädt. Mit der digitalen Literaturkarte werden Orte des Erinnerns und der Literatur in Heidelberg digital zugänglich gemacht und mit historischen Informationen verknüpft.

Über Projektförderanträge kann das Kulturamt gezielt Heidelberger Initiativen und Vereine unterstützen, die sich mit innovativen kulturellen Projekten oder Veranstaltungen für die Aufarbeitung und das Gedenken engagieren. Das Kulturamt verwaltet außerdem die Thingstätte. Alle Maßnahmen zielen darauf ab, das kulturelle Gedächtnis der Stadt Heidelberg lebendig zu halten und eine breite, gesamtstädtische Erinnerungskultur zu fördern.

Kurpfälzisches Museum

Logo Kurpfälzisches Museum

Das Kurpfälzische Museum sammelt und bearbeitet als städtisches Museum auch jene Objekte und Dokumente zur NS-Zeit. In diesem Bereich zählen zu den Sammlungsschwerpunkten einerseits Propagandamaterialien, welche die Ideologie des Regimes dokumentieren, sowie Gegenstände, die den Alltag und die Militarisierung der NS-Zeit in Heidelberg veranschaulichen. Daneben stehen auch solche Dokumente und Zeugnisse von Heidelbergerinnen und Heidelbergern im Zentrum, die der Verfolgung, Entrechtung und Deportation ausgesetzt waren, zur Flucht gezwungen waren oder ermordet wurden. Stellvertretend seien hierfür Porträts und die Werke des Lyrikers Alfred Mombert und die Kunstwerke Gustav Wolfs aus unserer Sammlung genannt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Institutions- und Sammlungsgeschichte. Die Provenienz der Kunstwerke, die zur NS-Zeit in die Sammlung kamen, werden recherchiert, um etwaige Unrechtskontexte zu identifizieren. Auf diese Weise soll sowohl die städtische als auch die eigene Geschichte sichtbar gemacht werden.

OB-Referat

Gebastelte Friedenstauben im Rathaus

Die Stadt engagiert sich gemeinsam mit verschiedenen Akteuren für eine lebendige und vielseitige Erinnerungskultur. Drei zentrale Gedenkveranstaltungen, organisiert vom Referat des Oberbürgermeisters, bilden dabei wesentliche Säulen des städtischen Erinnerns: die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 9. November sowie der Volkstrauertag.
Diese Veranstaltungen sind mahnende Zeichen gegen das Vergessen, und erreichen durch ihre hohe Präsenz und öffentliche Berichterstattung viele Bürgerinnen und Bürger. Jede Veranstaltung wird mit großem Engagement vorbereitet und erhält ein eigenes, thematisch abgestimmtes Konzept, das gemeinsam mit wechselnden Kooperationspartnern entwickelt wird. Dabei fließen aktuelle gesellschaftliche Themen sowie Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung mit ein.
Besonders beim Volkstrauertag erfüllt die Stadt ihren Bildungsauftrag, indem sie mit kreativen Projekten – etwa Workshops mit Schulen – auch junge Generationen anspricht. So wird das historische Erinnern dauerhaft, lebendig und generationenübergreifend im Bewusstsein der Stadtgesellschaft verankert.

Stadtbücherei Heidelberg

Stadtbücherei von außen

Die Stadtbücherei Heidelberg ist Medienzentrum, Lernort und Treffpunkt in zentraler Lage Heidelbergs. Mit einer großen Auswahl an physischen und digitalen Medien für die unterschiedlichsten Interessen sowie einem breiten Spektrum an Service-Angeboten bietet sie eine inspirierende Umgebung für Menschen jeden Alters. Mit ihren ausgedehnten Öffnungszeiten ist sie die publikumsstärkste öffentliche Einrichtung der Stadt. Eine große Zahl an Lese- und Arbeitsplätzen sorgt für eine hohe Aufenthaltsqualität ohne Konsumzwang, die pro Jahr eine Vielzahl an Besucherinnen und Besuchern anzieht. Als Haus der Literatur und Kultur bietet sie das ganze Jahr über ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm für Kinder und Erwachsene an. Neben einer breiten Auswahl an Literatur zur NS-Zeit allgemein finden sich auch Bücher zur Geschichte Heidelbergs im Nationalsozialismus und eine kleine Ausstellung mit Dokumenten und Medien zur Deportation von Heidelberger Jüdinnen und Juden ins Internierungslager Gurs in Frankreich.

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