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Elisabeth-von-Thadden-Schule

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Denkmal auf dem Kirchheimer Friedhof, eine Zusammenarbeit der KZ-Gedenkstätte Neckarelz, der Elisabeth-von-Thadden-Schule und der Stadt Heidelberg
Wer den Friedhof Heidelberg-Kirchheim betritt, entdeckt unweit der Kapelle ein großes Monument in einer angedeuteten Dreiecksform, Metallrahmen umschließen weiße Schriftfelder. Auf den Feldern sind Namen und Lebensdaten von 78 Männern aus acht verschiedenen Ländern aufgedruckt, allen gemeinsam ist das Todesjahr: 1944.Texte in deutscher und englischer Sprache erklären, worum es sich handelt: ein Denkmal für die Toten der KZ-Außenlager um Neckarelz und Obrigheim.

Denkmal KZ Opfer - Einweihung Gruppenfoto
Einweihung des Denkmals für KZ-Opfer auf dem Kirchheimer Friedhof am 14. April 2024 (Foto: Philipp Rothe)

Entstanden ist die Idee für das Denkmal-Projekt im Schuljahr 2017/18 beim Besuch der damaligen 9c in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz und auf dem KZ-Friedhof Binau. Da die Klasse erfuhr, dass die zwischen April und der ersten Oktoberhälfte 1944 verstorbenen Häftlinge im Krematorium Heidelberg verbrannt und ihre Asche auf dem Friedhof Heidelberg-Kirchheim vergraben worden waren, anonym und ohne Hinweis auf ihre Herkunft, beschloss sie, dies zu ändern. Bei den Toten handelt es sich um 74 politische Häftlinge, vier weitere hatten die Nazis als „asozial“ oder „kriminell“ eingestuft.
Bald nach dem Besuch begannen die jungen Leute, zusammen mit ihrer Lehrerin Dr. Eva Bernhardt, Pläne für ein Denkmal zu entwerfen und Geld bei Stiftungen und Privatpersonen einzuwerben. Während der Lockdowns hat die Schule ein Fundraising gestartet, und die Klasse hielt kurz vor ihrem Abitur 2021 eine Andacht auf dem Kirchheimer Friedhof ab. So wurde die Öffentlichkeit aufmerksam und der Bezirksbeirat Kirchheim, wie auch der Gemeinderat gaben ihre Zustimmung. Bis die Idee nun tatsächlich umgesetzt werden konnte, sind sechs Jahre vergangen.
Am Sonntag, dem 14. April 2024 wurde das Denkmal in einer würdigen Feier eingeweiht.
 

Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung Heidelberg

Die Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung Heidelberg wird vom Stadtkirchenbezirk Heidelberg und der Evangelischen Landeskirche in Baden getragen. Sie veranstaltet Kurse, Vorträge, Workshops und Reisen zu diversen Themen für Menschen jeden Alters und Religionszugehörigkeit. Der Schwerpunkt liegt auf Stadtgeschichte und da auf dem Nationalsozialismus. 

Es werden mit staatlichen, kulturellen, sozialen und kirchlichen Einrichtungen gemeinsam Veranstaltungen durchgeführt.
Kinder- , Jugend- und Erwachsenengruppen jeglicher Art können Stadtführungen buchen. Außerdem werden stadtgeschichtliche Literatur und Kostüme verliehen.

Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Heidelberg e.V.

Logo Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Heidelberg e.V.

Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Heidelberg e.V. setzt sich seit 1961 für die Begegnung von Christinnen und Christen mit Jüdinnen und Juden, für Verständnis und Verständigung ein. Seit 2023 lobt die GCJZ jährlich einen Abraham-Pokal für Schulen aus, die sich in Veranstaltungen, Festen und Exkursionen einsetzen

  • gegen Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz und
  • für einen Dialog zwischen den Religionen, insbesondere zwischen Christen, Juden und Muslimen, die Abraham als ihren gemeinsamen Stammvater betrachten.

Der Pokal wird im Rahmen einer Veranstaltung zum Gedenken der Deportation von Jüdinnen und Juden nach Gurs überreicht.

Internationale Gesamtschule Heidelberg (IGH)

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Die Internationale Gesamtschule Heidelberg (IGH) ist in den 70er Jahren als Friedensschule gegründet worden. Friedenspädagogik und Internationalität sind der IGH, die UNESCO-Projektschule ist, zentrale Anliegen – vor allem vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte. Neben der Thematisierung im Unterricht verschiedener Fächer (nicht nur Geschichte und Deutsch, auch etwa in Physik u.a.) gibt es Bausteine der Erinnerungsarbeit: Einmal regelmäßige Besuche der 10. Gymnasialklassen des KZ Natzweiler-Struthof oder entsprechende Führungen bei Berlin-Fahrten. Zum anderen die Durchführung von Ausstellungen in der Schule, einschließlich eines von Schüler-Guides geleiteten Workshopprogrammes, so z.B. 2019 eine große Anne-Frank-Ausstellung des Anne Frank Zentrums Berlin (zusammen mit der Jüdischen Gemeinde und dem Stadtjugendring). Für 2026 ist eine Ausstellung über Vincent Rose und das Unrecht an Sinti/zze und Rom/nja geplant.

Website Internationale Gesamtschule Heidelberg

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

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Das von Bund und Land geförderte Dokumentations- und Kulturzentrum gegenüber der Bergbahnstation ging aus mehr als 45 Jahren erfolgreicher Bürgerrechtsarbeit hervor, die in Heidelberg ihren Anfang nahm. Viele Angehörige der Minderheit kämpften im Deutschland der Nachkriegszeit für die Anerkennung ihrer Bürgerrechte und des Holocaust an den Sinti und Roma. Erst 1982 wurde der Völkermord durch die Bundesregierung offiziell anerkannt. 1995 folgte die Anerkennung der Sinti und Roma als nationale Minderheit durch die Bundesrepublik.
Das Zentrum verfügt über eine öffentliche Fachbibliothek und eine Sammlung historischer Dokumente und Objekte zu den Themen Geschichte und Kultur der Sinti und Roma, nationalsozialistische Verfolgung, Antiziganismus und Bürgerrechtsarbeit.

In nationale wie auch internationale Gremienarbeit zur Erinnerungsarbeit bringt das Zentrum die Erfahrungen und Perspektiven der Minderheit mit ein, wie u.a. in der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus, dem Comité International de Dachau und dem Internationalen Rat des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau. Durch zahlreiche Kooperationen und fachliche Begleitungen europaweiter Ausstellungsprojekte übernimmt das Dokumentations- und Kulturzentrum gesellschaftliche Verantwortung für den Erhalt und die Förderung der Erinnerungskultur und des demokratischen Miteinanders.
Außerhalb Heidelbergs ist das Zentrum seit 2001 Träger einer Dauerausstellung auf dem Gelände des Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau sowie seit 2015 des Bildungsforums gegen Antiziganismus in Berlin.

Universitätsarchiv Heidelberg

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Das Universitätsarchiv Heidelberg bewahrt und erschließt die wertvollen historischen Dokumente der ältesten Universität Deutschlands. Zu seinen Beständen gehören Unterlagen aus Verwaltung, Forschung und Lehre sowie Nachlässe von bedeutenden Universitätsangehörigen und spezielle Sammlungen. Besonders wichtig sind die Unterlagen für die Universitäts- und Stadtgeschichte, darunter auch umfangreiche Quellen für die Aufarbeitung von NS-Unrecht wie Personal- und Studierendenakten oder Krankenakten der Universitätskliniken.
Das Archiv stellt sicher, dass diese wichtigen Dokumente auch in Zukunft zugänglich und nutzbar bleiben, und unterstützt die wissenschaftliche Arbeit zur Geschichte der Universität. Alle Wissensdurstigen – ob Forschende oder interessierte Bürger:innen – können das Archivgut benutzen und sich mit der Geschichte der Universität auseinandersetzen. 

Website des Universitätsarchivs Heidelberg

Universitätsbibliothek

Universitätsbibliothek Heidelberg

Die Universitätsbibliothek bietet Zugang zu 3,2 Millionen Büchern, 6.800 Handschriften, 1.800 Inkunabeln, 4.500 Urkunden und über 150 Nachlässen. Ein Schwerpunkt liegt auf Quellen zur Geschichte der Universität Heidelberg und auf dem Schrifttum zur Stadt und Region.
Die Universitätsbibliothek unterstützt die städtische Erinnerung durch Digitalisierungsprojekte und Forschungen zur Bestandsgeschichte. Aus der NS-Zeit wurden ausgewählte regionale Zeitungen, darunter das „Heidelberger Volksblatt” und die „Volksgemeinschaft: Heidelberger Beobachter, NS-Zeitung für Nordbaden” digitalisiert und für Forschung und staatsbürgerliche Aufklärung veröffentlicht. In dem Projekt German Sales – Quellen zu Kunsthandel und Provenienzforschung werden Auktions- und Verkaufskataloge, auch aus dem Heidelberger Raum, im Open Access durchsuchbar gemacht. Das Projekt „Ermittlung von NS-Raubgut in den Zugängen der Jahre 1933-1950 der Universitätsbibliothek Heidelberg“ untersucht und dokumentiert die UB-Bestände dieser Zeit. Als Raubgut identifizierte Bestände werden, soweit möglich, den rechtmäßigen Erben zur Restitution angeboten.

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