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Erinnerungsort im Faulen Pelz

Heiliggeistkirche in Heidelberg vor wolkigem Himmel.
Das ehemalige Gefängnis Fauler Pelz in der Heidelberger Altstadt. (Foto: Stadt Heidelberg)

In der Erarbeitung eines Konzepts für die lokale NS-Erinnerung hat die Einrichtung und Gestaltung eines physischen, historisch-authentischen Ortes zentrale Bedeutung. Der ideale Standort für NS-Erinnerung in Heidelberg ist das ehemalige Gefängnisgebäude im „Faulen Pelz“. 

Dort waren zwischen 1933 und 1945 mehrere Tausend Männer und Frauen inhaftiert – ein sehr großer Teil von ihnen auf der Rechtsgrundlage (oder genauer: Unrechtsgrundlage) der Schutzhaft, mit der Polizei und Justiz damals politische Gegner und Ausgestoßene der „Volksgemeinschaft“ drangsalierten. Für fast alle NS-Verfolgungsopfergruppen finden sich unter den Inhaftierten im „Faulen Pelz“ Beispiele, und für etliche von ihnen bedeutete der dortige Aufenthalt den Beginn eines langen Verfolgungsweges, der in Konzentrationslagern endete.

Das derzeit leerstehende ehemalige Gefängnisgebäude im „Faulen Pelz“ wird in naher Zukunft in die Nutzung der Universität Heidelberg übergehen. Damit bietet sich die Chance, den Plan der lokalen NS-Erinnerung am Idealstandort Realität werden zu lassen. Erste Gespräche zwischen Stadt, Universität und dem Land Baden-Württemberg hierüber sind vielversprechend verlaufen.

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