„Test in Heidelberg“: Digitaler Heidelberg Pass soll künftig neuen Bürgerdialog ermöglichen
Testphase läuft
Die Stadt Heidelberg testet im Rahmen eines Pilotprojekts den Heidelberg-Pass in digitaler Form. Dadurch soll künftig die digitale Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern um einen wichtigen Baustein erweitert werden. Im Rahmen des Innovationsprogramms „Test in Heidelberg“ soll der Heidelberg-Pass erstmals digital über eine Wallet auf dem Smartphone bereitgestellt werden. Das Pilotprojekt wird von der Innovationsabteilung im Referat des Oberbürgermeisters in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Bürgerdienste und Zuwanderung, dem Amt für Digitales und Informationsverarbeitung sowie gemeinsam mit dem Heidelberger IT-Lösungsanbieter j&s-soft umgesetzt.
Mit der Wallet soll aus bisherigen Antragsprozessen in Zukunft ein durchgängiger digitaler Dialog werden: Bürgerinnen und Bürger erhalten dann Bescheide und Informationen sicher und medienbruchfrei direkt auf das Smartphone – die großen Vorteile: Postlaufzeiten entfallen, Abläufe werden transparenter und schneller.
Gleichzeitig soll auch der eigentliche Antrags- und Verlängerungsprozess modernisiert und vereinfacht werden. Gemeinsam mit j&s-soft werden digitale Funktionen erprobt und die standardisierte Prüfschritte unterstützt.
Parallel wird die eingesetzte Wallet‑Lösung in der sogenannten Sandbox der „European Digital Identity (EUDI) Wallet“ der „SPRIND – Agentur für Sprunginnovationen der Bundesregierung“ erprobt. So soll sichergestellt werden, dass die Anwendung bereits heute den technischen Anforderungen der für 2027 angekündigten EUDI‑Wallet des Bundes entspricht.
Beitrag zu einer bürgernahen, dialogorientierten und zukunftsfähigen Verwaltung
Das Team Innovation und Wissenschaftskooperation im OB-Referat begleitet und evaluiert die Entwicklungsphase systematisch, um Erkenntnisse für eine mögliche Übertragung auf weitere Verwaltungsleistungen und Anwendungsfälle bei der Stadt Heidelberg zu gewinnen. Das Amt für Digitales und Informationsverarbeitung kümmert sich um die technische Implementierung.
„Test in Heidelberg“ soll zeigen, wie digitale Identitäten und Wallet‑Lösungen künftig zu einer bürgernahen, dialogorientierten und zukunftsfähigen Verwaltung beitragen können und bietet zugleich hohes Skalierungspotenzial für viele weitere Bereiche der Heidelberger Stadtverwaltung. Nach erfolgreichem Abschluss der Entwicklungsphase könnte das Angebot im Jahr 2027 in den Regelbetrieb überführt werden und stünde dann den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.
