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Wunsch nach Nachhaltigkeit beim Interkommunalen Gewerbegebiet

Ein städtebauliches Entwicklungskonzept ist die Grundlage für weitere Planungen beim Interkommunalen Industrie- und Gewerbegebiet Heidelberg-Leimen. Der Zweckverband hat dieses bei der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH in Auftrag gegeben. Für die Bürgerinnen und Bürger war nun bei einem Infomarkt mit Themeninseln Gelegenheit, ihre Anregungen einzubringen und alles über die ersten Planungsschritte zu erfahren.

Ein Plan zeigt das Interkommunale Gewerbegebiet von oben.
Ein Plan des Interkommunalen Gewerbegebietes. (Grafik: Stadt Heidelberg)

Das Interkommunale Gewerbegebiet entsteht auf rund 99 Hektar Fläche. Es sollen dort innovative Unternehmen vorrangig aus den Bereichen „nachhaltiges Bauen“ und Medizintechnik angesiedelt werden, zusätzlich zu den bereits ansässigen Unternehmen HeidelbergCement und Eternit. Mindestens 50 Arbeitsplätze pro Hektar werden angestrebt. Eine neue Straße samt Radweg, eine neue Straßenbahnverbindung sowie ein S-Bahn-Haltepunkt sollen das Gebiet erschließen. Grünzonen, Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Gastronomie sowie Tagungs- und Übernachtungsmöglichkeiten sollen das Gebiet noch attraktiver machen.

Sportplätze mit einbauen

An mehreren Themeninseln brachten die Teilnehmenden ihre Anregungen ein. Ein Wunsch an der Themeninsel „Städtebau“ war unter anderem, Brüche zwischen unterschiedlichen Nutzungen im Gebiet zu vermeiden. Auch merkten die Teilnehmenden an, dass im Gebiet die passende Infrastruktur für Freizeitaktivitäten, also beispielsweise Sportplätze, entstehen sollen sowie Flächen für Einrichtungen der Jugendkultur. Ein großer Wunsch war es, im Städtebau auf die ökologische Nachhaltigkeit Wert zu legen, zum Beispiel bei der Regenwasserversickerung oder bei einer Vernetzung von Biosphären. Es kam der Vorschlag auf, das Gebiet sogar als Modell für eine ökologisch verträgliche Planung von Gewerbegebieten zu entwickeln.

Dieses Thema wurde auch an der Themeninsel „Freiraum und Umwelt“ behandelt. Hier sprachen sich die Teilnehmenden unter anderem dafür aus, ausreichend Grünflächen und Bäume im Gebiet einzuplanen, etwa auch indem Straßen als Alleen geplant werden. Versiegelte Flächen sollen entsiegelt und begrünt werden. Gebäude sollen eine Fassaden- und Dachbegrünung erhalten. Ebenso wurden Ladestationen für die E-Mobilität angeregt sowie Solaranlagen auf den Dächern. Es soll ein Wärmekonzept erstellt werden, das mit einem Kältenetz ergänzt wird.

An der Themeninsel „Wirtschaft“ waren sich die Teilnehmenden über das große Potenzial des Gebiets insbesondere für Industriebetriebe und verarbeitendes Gewerbe einig. Doch neben dieser Nutzung wurden auch Sport- und Freizeiteinrichtungen, Clubs sowie Wohnungen für die im Gebiet Beschäftigten als Ideen eingebracht. Die Teilnehmenden äußerten auch Interesse an Handwerkerhöfen für das Gebiet. Außerdem regten sie an, einen Schwerpunkt auf die Ansiedlung von Unternehmen zu legen, die Ingenieure beschäftigen, um die Potenziale Heidelbergs und Leimens dahingehend besser zu heben.

Intensives Engagement der Teilnehmenden

Die Organisatoren der Bürgerwerkstatt sind mit den erarbeiteten Ergebnissen zufrieden. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben intensives Engagement und die Bereitschaft mitzuwirken gezeigt. Das macht deutlich, dass wir mit dem Plan für das Gebiet auf dem richtigen Weg sind. Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung“, sagt Horst Althoff, Geschäftsführer des Zweckverbandes. Die Ergebnisse werden bei der Erstellung des städtebaulichen Entwicklungskonzepts nun überprüft und nach Möglichkeit eingearbeitet. Parallel läuft derzeit auch die naturschutzfachliche Bestandserhebung, um zu sehen, welche Tier- und Pflanzenarten im Gebiet heimisch sind. Die nächste Versammlung des Zweckverbands ist für Dienstag, 19. Juli 2022, geplant.

(Erstellt am 25. April 2022)

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