Das war 2021: Jahresrückblick des Amtes für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft
Wie schon im vorigen Jahr stand auch 2021 die Arbeit des Amtes für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft im Zeichen des Coronavirus und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Aber auch in anderen Bereichen konnte einiges angestoßen werden. Eine Auszeichnung für die Arbeit der Wirtschaftsförderung war das Ergebnis der Studie "The future of work in Europe" des McKinsey Global Insitutes: Heidelberg ist ein Top-Standort in vielerlei Hinsicht, denn die Stadt ist im vergangenen Jahrzehnt dynamisch gewachsen, hat sich erfolgreich weiterentwickelt und verfügt über sehr gute Zukunftsaussichten. Demnach zählt Heidelberg zu den 46 „Superstar Hubs“ in Europa und befindet sich auf einer Stufe mit Metropolen wie Brüssel, Mailand, Rom, Berlin, Prag, Kopenhagen, Stockholm und anderen. Ein kurzer Jahresrückblick mit einer Auswahl an Projekten zeigt, was alles erreicht werden konnte.
Einzelhandel und Gastronomie. Einzelhandel und Gastronomie standen 2021 im Fokus. Hier ist viel passiert. Begonnen hatte das Jahr mit der Dankeschein-Aktion im Rahmen der Heidelberger Wirtschaftsoffensive. Jede Bürgerin und jeder Bürger erhielt einen Solidaritätschein, den sogenannten Dankeschein, der bei einem beliebigen Geschäft oder Gastronomiebetrieb abgegeben werden konnte. Die Stadt Heidelberg zahlte den Betrieben pro erhaltenem Dankeschein einen Zuschuss in Höhe von 10 Euro. Mittlerweile wurde der Dankeschein erfolgreich in einen stadtweiten Gutschein umgewandelt und ist Teil von "vielmehr.heidelberg". Die Taskforce Einzelhandel hat unter der Federführung des Amtes für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft die Arbeit aufgenommen und erarbeitet Möglichkeiten, den Einzelhandel weiter zu stärken. Eine großzügige Spende kam 2021 von Unternehmer Wolfgang Marguerre: Er schenkte kleinen inhabergeführten Geschäften in Heidelberg insgesamt 500.000 Euro. Die Verteilung übernahm das Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft. Die Dankbarkeit war groß. Die Gastronomie konnte im Jahr 2021 ihre Außenflächen vergrößern, Gebühren wurden erlassen.
Wirtschaftsflächen. Der Heidelberg Innovation Park entwickelt sich. Langfristig soll die Community der ansässigen Firmen in Form eines Vereins organisiert werden. Ein Höhepunkt war der Spatenstich des Inkubators BioLabs im August, der Start-ups Laborflächen zur Verfügung stellt. Eine weitere Fläche, die sich entwickelt, ist das Interkommunale Gewerbegebiet Heidelberg-Leimen. Hier wurde 2021 als Meilenstein der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst. Doch auch in kleinerem Maßstab entwickelt sich der Standort weiter: Auf der für Handwerker ausgerichteten Wirtschaftsfläche im Bieth befinden sich mehrere Bauvorhaben auf der Zielgeraden und auch an verschiedenen Stellen in Bestand konnte erfolgreich gewerbliche Innenentwicklung betrieben werden. Ebenso wurde der Prozess zur Schaffung einer zukunftsfähigen Bauleitplanung im Gewerbegebiet Weststadt aufgenommen und die Planungen und Gedanken zur Nutzung der PHV durch gewerbliche Pioniere vorangetrieben.
Ausbildung. Die Heidelberger Ausbildungstage standen gleich zweimal auf dem Plan. Sie wurden in digitalem Format durchgeführt. Mehr als 40 Betriebe haben sich jungen Menschen vorgestellt und konnten so den ein oder anderen Ausbildungsplatz besetzen.
Wissenschaft. 95 Prozent der Heidelbergerinnen und Heidelberger sind davon überzeugt, dass ihre Stadt von der Wissenschaft stark oder sehr stark profitiert. Dies ist ein Ergebnis der Heidelberg Studie 2020 „Leben und Wissenschaft“, die im Mai 2021 vorgestellt wurde. Etwa 81 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass Wissenschaft und Forschung Wachstumsflächen brauchen, damit der Wissenschaftsstandort Heidelberg konkurrenzfähig bleibt. (Details zur Studie (5,4 MB)) In Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat das Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft zudem eine Bestandsaufnahme unter den wissenschaftlichen Einrichtungen durchgeführt. Die Ergebnisse: Die Wissenschaftsstadt Heidelberg entwickelt sich dynamisch, die Zahl der Beschäftigten sowie die Höhe der Finanzmittel steigen. Etwa ein Fünftel der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter steht durch Studium oder Beruf unmittelbar mit den Wissenschaftseinrichtungen in Verbindung. (Details zur Bestandaufnahme (801 KB)) Um die Wissenschaft in der Stadt noch sichtbarer zu machen, hat das Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft das Projekt „Pop-up Science“ ins Leben gerufen. In leerstehenden Geschäften können Partner aus der Wissenschaft für einen begrenzten Zeitraum interaktiv ihre Forschung vorstellen.
Veranstaltungen. Das Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft bringt die Akteure in Heidelberg zusammen. Das Branchentreffen Handel war noch in den digitalen Raum verlegt, machte in Corona-Zeiten aber auch Mut: Heidelbergs Zentrum ist vielseitig, traditionsreich, serviceorientiert und bietet eine hohe Aufenthaltsqualität. Bei einem Arbeitstreffen mit Vertretern der Hotellerie und Gastronomie in Präsenz stand vor allem der Fachkräftemangel im Fokus. Branchenübergreifend konnte die neue Veranstaltungsreihe „NetzWerk Heidelberg“ starten. Der erste Abend sorgte auf dem Weingut Bauer für viele interessante Gespräche. Intern schweißte der Betriebsausflug das Team des Amtes für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft weiter zusammen und es gab beim Europäischen Molekularbiologischen Laboratorium (EMBL) spannende Einblicke in das neue Imaging Center.



