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Mayors for Peace: Flagge mit Friedenstaube am Heidelberger Rathaus am Mittwoch, 8. Juli

Städte weltweit setzen sich gemeinsam für nukleare Abrüstung ein

Eine weiße Friedenstaube für die nukleare Abrüstung: Die Stadt Heidelberg hisst auch in diesem Jahr die Mayors-for-Peace-Flagge am Mittwoch, 8. Juli 2026, vor dem Rathaus. Damit setzt die Stadt zusammen mit 600 Städten in Deutschland als Teil einer bundesweiten Aktion ein sichtbares Zeichen für nukleare Abrüstung und für ein friedliches Zusammenleben.

Oberbürgermeister Eckart Würzner betont: „Das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes gegen den Einsatz von Atomwaffen jährt sich am 8. Juli 2026 zum 30. Mal. Als Mitglied der Mayors for Peace bekennt sich Heidelberg klar zu einer Zukunft ohne Atomwaffen und zu einem friedlichen Miteinander. Deshalb ist es von enormer Bedeutung, dass wir gerade am 8. Juli gemeinsam Flagge zeigen.“

Die Stadt Heidelberg setzt sich über den Flaggentag hinaus für Frieden in der Welt ein und ist seit April 2005 Mitglied im Netzwerk Mayors for Peace. Die Neckarstadt schloss sich beispielsweise im März 2026 dem Aufruf des internationalen Städtenetzwerks für eine friedliche Beilegung von Konflikten an.

Rechtsgutachten gegen Einsatz von Atomwaffen jährt sich 2026 zum 30. Mal

Der diesjährige Flaggentag steht im Zeichen des 30. Jahrestags des Rechtsgutachtens des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag. Am 8. Juli 1996 stellte das Gericht fest, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Zugleich bekräftigte es die völkerrechtliche Verpflichtung, Verhandlungen über eine vollständige nukleare Abrüstung zu führen.

Aktueller denn je: Weltweites Netzwerk für Frieden und Abrüstung

Mayors for Peace wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Dem Netzwerk gehören heute 8.579 Städte in 166 Ländern an, darunter 931 Städte in Deutschland.

Die Warnungen vor einem neuen atomaren Wettrüsten haben sich in den vergangenen Monaten weiter verstärkt. Nach Schätzungen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI verfügen die heutigen Atommächte noch immer über rund 12.187 Atomsprengköpfe. Mit dem Auslaufen des New-START-Vertrags Anfang 2026 ist darüber hinaus die letzte bilaterale Begrenzung strategischer Atomwaffen zwischen den USA und Russland entfallen.

(Erstellt am 02. Juli 2026)

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