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Heidelberg senkt Energieverbrauch kommunaler Gebäude seit 1993 um mehr als zwei Drittel

Stadt informiert Gremien über Energie- und CO2-Bericht 2024 für städtische Gebäude

Die kommunalen Gebäude der Stadt Heidelberg verbrauchen rund zwei Drittel weniger Energie als noch im Jahr 1993. Damit sinken sowohl der Energiebedarf als auch die Treibhausgasemissionen des städtischen Gebäudebestands. Zu diesem Ergebnis kommt der Energie- und CO₂-Bericht der Stadt Heidelberg (576 KB) für das Jahr 2024, den die Stadt Heidelberg am Mittwoch, 1. Juli 2026, dem Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität vorgestellt hat. Der Bericht dokumentiert die Fortschritte auf dem Weg zum Ziel, die Energieversorgung der städtischen Gebäude bis 2030 weitestgehend klimaneutral zu gestalten. Dafür wurden erstmalig die CO<sub>2</sub>-Emissionen des Energieverbrauchs gebäudescharf bilanziert.

Langjährige Entwicklung zeigt deutliche Fortschritte

Der Energieverbrauch der städtischen Gebäude ist seit 1993 von 124 Millionen Kilowattstunden auf 41,1 Millionen Kilowattstunden gesunken. Diese Entwicklung entspricht einer Einsparung von rund 67 Prozent. Möglich wurde dies durch ein konsequentes, systematisches Energiemanagement und kontinuierliche Investitionen in die Gebäudeeffizienz.

Auch beim CO₂-Ausstoß zeigt sich die Entwicklung: Im Jahr 2024 verursachten die kommunalen Gebäude 7.326 Tonnen CO₂. Im Jahr 2024 konnten die betriebsbedingten Emissionen um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. Der Bericht zeigt damit, dass die Emissionen des städtischen Gebäudebestands Schritt für Schritt weiter sinken.

Energieverbrauch senken und Wärmeversorgung umstellen

Um den Gebäudebestand schrittweise klimaneutral zu machen, setzt die Stadt auf mehrere Maßnahmen:

  • Fernwärme als Schlüsseltechnologie: Über 50 Prozent der Heidelberger Fernwärme wird bereits heute emissionsfrei erzeugt. Kommunale Gebäude werden im Bestands- und Ausbaugebiet bevorzugt an das Fernwärmenetz angeschlossen. Das senkt CO₂-Emissionen unmittelbar und stärkt gleichzeitig den Netzausbau der Stadtwerke Heidelberg.
  • Wärmepumpen dort, wo keine Fernwärme verfügbar ist: In Gebäuden ohne Fernwärmeanschluss stellt die Stadt schrittweise auf effiziente Wärmepumpentechnik um.
  • Ausbau von Windkraft und Photovoltaik: Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien sinken die Emissionen weiter.
  • Hohe energetische Standards: Neubauten und Sanierungen werden nach strengen Effizienzvorgaben umgesetzt – von moderner Dämmung über intelligente Steuerungstechnik bis hin zu erneuerbaren Energien auf den Dächern.

Weniger Energieverbrauch reduziert Emissionen und Betriebskosten

Der geringere Energieverbrauch trägt dazu bei, die Treibhausgasemissionen der kommunalen Gebäude zu senken und Betriebskosten zu reduzieren. Gleichzeitig verbessern energetische Sanierungen die Qualität der städtischen Gebäude, beispielsweise in Schulen, Kindertagesstätten, Sporthallen und Verwaltungsgebäuden.

Mit dem Energiebericht macht die Stadt Heidelberg die Entwicklung ihres kommunalen Gebäudebestands regelmäßig transparent. Auch in den kommenden Jahren sollen weitere Gebäude energetisch saniert, an die Fernwärme angeschlossen oder auf Wärmepumpen umgestellt werden. Der Bericht zeigt, dass die kontinuierliche Modernisierung der kommunalen Gebäude eine wichtige Grundlage für das Ziel bildet, den Gebäudebestand der Stadt bis 2030 weitestgehend klimaneutral zu betreiben.

(Erstellt am 02. Juli 2026)

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