Heidelberg doppelte Preisträgerin im Wettbewerb „Gemeinsam stark – Familienleben in Baden-Württemberg“
Digitale Konzepte „Gut ankommen in der Schule“ und „Übergang Schule-Beruf mit KI“ ausgezeichnet
Die Stadt Heidelberg gehört zu den 17 Preisträgern des landesweiten Ideenwettbewerbs „Gemeinsam stark – Familienleben in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration. Das Amt für Schule und Bildung der Stadt Heidelberg holte beim Wettbewerb gleich zwei Preise: einen für das Konzept des digitalen Angebots „Gut ankommen in der Schule“ und einen zweiten für das Projekt „Übergang Schule – Beruf mit KI“. Mit den Auszeichnungen ist ein Preisgeld von insgesamt 45.000 Euro verbunden. Prämiert wurde Heidelberg in den Themenfeldern „Erziehungspartnerschaften“ und „Unterstützung in familiären Übergangsituationen“ als beispielgebender Ansatz, der sich laut Ministerium hervorragend auf andere Kommunen übertragen lässt. Beim Ideenwettbewerb gingen 111 Bewerbungen aus ganz Baden-Württemberg ein.
„Unser Ziel ist es, mit einem niedrigschwelligen digitalen Unterstützungsangebot Familien zu entlasten, ihnen Sicherheit zu geben und sie in den wichtigen Übergangssituation von der Kita in die Schule und von der Schule in die Ausbildung zu stärken. Wir freuen uns deshalb sehr über die Prämierung, denn sie ermöglicht, dass wir gute Ideen auch in die Tat umsetzen können“, sagt Stefanie Jansen, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.
Prämierung für innovative Unterstützung von Familien beim Übergang in die Schule
- „Gut ankommen in der Schule“: Mit dem prämierten Projekt entwickelt Heidelberg ein neues, digitales Informations- und Unterstützungsangebot für Familien, deren Kinder vom Kindergarten in die Grundschule wechseln. Denn der Übergang ist für viele Familien eine herausfordernde Phase. Kern ist eine Podcast- und Informationsreihe, die Familien niedrigschwellig, alltagsnah und mehrsprachig Orientierung bietet. Ergänzend wird die bestehende städtische Mitmachbroschüre „In die Schule, fertig, los!“ erweitert. In den Podcastfolgen kommen Kinder, Eltern, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie Expertinnen und Experten zu Wort. Themen sind unter anderem: Vorbereitung auf den Schulstart, Sprachförderung und Einschulungsuntersuchung, Veränderungen im Familienalltag, Umgang mit Unsicherheiten, inklusive Bildungswege und Zusammenarbeit zwischen Kita und Schule. Die Podcastreihe soll sich besonders an Familien mit Migrationsgeschichte oder erschwertem Zugang zu Informationen richten. Inhalte können zeit- und ortsunabhängig abgerufen werden. Perspektivisch sollen die Folgen in mehreren Sprachen und mit Untertiteln verfügbar sein. Auch pädagogische Fachkräfte können davon profitieren: Sie können das Angebot in der Elternarbeit einsetzen und weiterempfehlen. Geplant ist, das Projekt gemeinsam mit Eltern, Kindern, Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sowie Fachkräften aus Beratung und Familienbildung zu entwickeln.
- „Übergang Schule – Beruf mit KI“: Bei diesem Projekt entwickelt die Stadt Heidelberg ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot für Familien, deren Kinder vor dem Schritt in Ausbildung, Studium oder andere Bildungswege stehen. Herzstück ist ein kostenloser Workshop, in dem Eltern und Jugendliche praxisnah lernen, wie sie Künstliche Intelligenz für Orientierung, Recherche, Bewerbungsvorbereitung und Fragen rund um den weiteren Bildungsweg nutzen können. Das Projekt soll Familien befähigen, Informationen selbstständig zu finden und fundierte Entscheidungen zu treffen, besonders jene, die sprachliche Hürden haben, das Bildungs- und Ausbildungssystem wenig kennen oder nur begrenzte Zeitressourcen mitbringen.
Heidelberg unterstreicht Engagement für chancengerechte Bildung
Mit den Projekten „Gut ankommen in der Schule“ und „Übergang Schule – Beruf mit KI“ unterstreicht Heidelberg sein langjähriges Engagement für Chancengleichheit in der Bildung, Familienfreundlichkeit und digitale Teilhabe. Die Stadt stärkt damit nicht nur Familien vor Ort, sondern liefert zugleich einen übertragbaren Ansatz für Kommunen im ganzen Land. Die Ideen wurde vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Gemeinsam stark – Familienleben in Baden-Württemberg" prämiert.
