Gemeinsam Zukunft gestalten: Stadt Heidelberg erhält Auszeichnung „Gute Bürgerbeteiligung“
Heidelberg überzeugt mit beispielhaftem Beteili-gungsprozess zum STEK 2035
Große Anerkennung für gelebte Bürgerbeteiligung: Die Stadt Heidelberg ist vom Kompetenzzentrum Bürgerbeteiligung mit der Auszeichnung „Gute Bürgerbeteiligung“ geehrt worden. Bei der Preisverleihung Anfang November 2025 wurde Heidelberg als eine von fünf Kommunen in Deutschland für ihren vorbildlichen Beteiligungsprozess zum neuen Stadtentwicklungskonzept (STEK 2035) ausgezeichnet.
„Gute Stadtentwicklung entsteht im Miteinander. Das neue Stadtentwicklungskonzept ist das Ergebnis eines breit angelegten Dialogs, in dem die vielfältigen Perspektiven der Heidelberger Stadtgesellschaft zusammengeführt wurden. Heidelberg steht für eine offene Beteiligungskultur. Diese Auszeichnung ist eine Bestätigung für das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Ideen und Zeit eingebracht haben – und für die Mitarbeitenden, die diesen Prozess mit großem Einsatz gestaltet haben“, erklärt Christian Plöhn, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Stadtplanung.
„Heidelberg war die erste Stadt in Deutschland, die in einem intensiven Prozess vor über 13 Jahren Leitlinien für Bürgerbeteiligung entwickelt hat. Heute sehen wir, was in 13 Jahren Beteiligung mit ordentlichen Leitlinien alles möglich ist. Grundlage für die Auszeichnung sind die 10 Grundsätze für gute Beteiligung der Allianz vielfältige Demokratie. Das Projekt Stadtentwicklungskonzept hat die Jury in allen 10 Kategorien überzeugt“, sagt Jörg Sommer, Direktor Berlin Institut für Partizipation.
Auszeichnung für vorbildlichen Beteiligungsprozess
Zwischen 2022 und 2025 hat die Stadt Heidelberg gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern ein neues Stadtentwicklungskonzept (STEK 2035) erarbeitet – die Leitlinie für die künftige Entwicklung Heidelbergs. Der Prozess war von Beginn an breit, transparent und inklusiv angelegt: In mehr als 30 Beteiligungsformaten brachten mehrere Tausend Menschen über 10.000 Ideen und Anregungen ein. Das Beteiligungsangebot reichte von großen Aktionstagen mit Mitmachangeboten über Workshops mit zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern bis hin zu aufsuchende Formate in den Stadtteilen. Ergänzend gab es digitale Beteiligungsmöglichkeiten sowie Informationsvideos in einfacher Sprache.
Qualitätsmaßstab: Die 10 Grundsätze Guter Beteiligung
Das Kompetenzzentrum Bürgerbeteiligung zeichnete den Heidelberger Prozess aus, weil er in besonderer Weise die „10 Grundsätze Guter Beteiligung“ der Allianz Vielfältige Demokratie erfüllt. Diese Grundsätze definieren, was qualitativ hochwertige Beteiligung ausmacht – von klaren Zielen und Transparenz über Vielfalt der Mitwirkungsmöglichkeiten bis hin zu lernorientierter Prozessgestaltung. Bewerben konnten sich Kommunen und zivilgesellschaftliche Organisationen, die Beteiligung fachkundig und auf Augenhöhe gestalten. Heidelberg überzeugte die Jury vor allem durch die Vielfalt der Formate, den hohen Grad an Inklusion und die systematische Auswertung der Ergebnisse.
Hintergrund: Auszeichnung „Gute Bürgerbeteiligung“
Die Auszeichnung „Gute Bürgerbeteiligung“ wird seit 2023 jährlich vom Kompetenzzentrum Bürgerbeteiligung e. V. in Kooperation mit dem Berlin Institut für Partizipation vergeben. Sie würdigt kommunale und zivilgesellschaftliche Projekte, die beispielhaft zeigen, wie Bürgerbeteiligung in der Praxis gelingt und Demokratie im Alltag gelebt werden kann. Das Kompetenzzentrum Bürgerbeteiligung e. V. ist eine bundesweite Einrichtung zur Förderung und Professionalisierung von Beteiligung. Es unterstützt Kommunen, Verwaltungen und Organisationen dabei, Beteiligungsprozesse qualitätsgesichert, transparent und nachhaltig umzusetzen. Ziel ist es, Vertrauen und Gemeinsinn zu stärken und so demokratische Teilhabe und eine zukunftsfähige Beteiligungskultur zu fördern.
Mehr Informationen dazu unter www.heidelberg.de/STEK2035.


