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Sound der Stadt: Bilanz zu öffentlich zugänglichen Klavieren gezogen

Von Ende Juni bis Ende August 2025 hat die Stadt Heidelberg mit frei zugänglichen Klavieren auf vier öffentlichen Plätzen zum Mitmachen eingeladen. Die Aktion ermöglichte spontane musikalische Beiträge, förderte Begegnungen und schuf eine offene, kreative Atmosphäre. Finanziert wurde sie durch das städtische Programm „Mittendrinnenstadt“ und die Bundesförderung „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Die Klaviere standen am Friedrich-Ebert-Platz, am Neckarstrand, in der Kleinen Plöck sowie am Theaterplatz beziehungsweise im Emil-Maier-Park. Nach der zehnwöchigen Laufzeit hat die Stadt Heidelberg Bilanz gezogen. Wer eigene Erfahrungen teilen möchte, kann sich per E-Mail an stadtplanung@heidelberg.de wenden.

Peter Hoffmann, Abteilungsleiter im Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung, sagte: „Die Aktion wurde von vielen Bürgerinnen und Bürgern als große Bereicherung für das Stadtleben wahrgenommen. Besonders hervorgehoben wurden die belebende Wirkung auf öffentliche Plätze, die Möglichkeit für spontane musikalische Beiträge und das inklusive Miteinander, das durch die niederschwellige Zugänglichkeit entstand.“ Viele Menschen – darunter auch Kinder und Jugendliche – haben die Klaviere genutzt, um sich musikalisch auszuprobieren, und lobten die offene, urbane Atmosphäre. Auch das Zusammenspiel mit der Gastronomie sei positiv bewertet worden, da es neue Begegnungsräume schuf.
 
Gleichzeitig habe es wiederholt kritische Rückmeldungen gegeben, räumte Hoffmann ein: „Insbesondere von Anwohnerinnen und Anwohnern, die sich durch die Lautstärke und die langen Spielzeiten gestört fühlten, kam Kritik. Angeregt wurden daher eine bessere Abstimmung und Kommunikation mit den Betroffenen, klar definierte und begrenzte Spielzeiten sowie eine flexiblere Standortwahl, um Belastungen zu minimieren.“
 
Insgesamt wertet die Stadt Heidelberg die Aktion als positiv und nimmt das Feedback mit für mögliche zukünftige Aktionen: „Die Erfahrungen zeigen, dass solche kulturellen Projekte das Stadtbild bereichern können, aber eine sensible Umsetzung und Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft unerlässlich sind“, sagte Hoffmann. Ein schöner Nebeneffekt: Die Aktion inspirierte ähnliche Projekte in der Region – etwa ein öffentliches Klavier im Alzeyer Schlosspark an mehreren Sonntagen.
 
Die Klaviere wurden gestiftet von der Firma Musik-Lutz aus Mannheim. Um die Nachtruhe zu gewährleisten, wurden sie abends von Patinnen und Paten mit einer wetterfesten Plane verhüllt und die Klavierdeckel sicher verschlossen. Diese waren das Kioskteam des „Art. 5 GG Bacareto“ am Friedrich-Ebert-Platz, der Verein Neckarorte e. V. für den Standort Neckarstrand, der Imbiss Currykult 44 / der Verein Urban Innovation e. V. für die Kleine Plöck und das Quartiersmanagement Bergheim für den Emil-Maier-Park. Der Tegut-Supermarkt hatte zuvor die Patenschaft für den Theaterplatz übernommen. Die ursprünglichen Öffnungszeiten der Klaviere von 8 bis 22 Uhr waren im Verlauf der Aktion an die Verfügbarkeit der Patinnen und Paten sowie die Rückmeldungen der Anwohnenden angepasst worden.

Hintergrund

Unter dem Titel „Mittendrinnenstadt“ wurde das Stadtzentrum von der Altstadt über Bergheim bis zum Hauptbahnhof von 2022 bis 2025 mit einem Förderprogramm von 5,5 Millionen Euro gestärkt, darunter Bundesförderung aus dem Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Ministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Weitere Infos gibt es online unter vielmehr.heidelberg.de.

(Erstellt am 30. September 2025)

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