Bildung, Nachhaltigkeit, Entwicklung: Mehr als 20 Heidelberger Schulen wurden ausgezeichnet

Stadt ehrte BNE-Teams für ihre Projekte

Mit kreativen Ideen und großem Einsatz haben die sogenannten BNE-Teams von mehr als 20 Heidelberger Schulen überzeugt. Für ihre Projekte sind die Schülerinnen und Schüler bei der jährlichen Prämierungsveranstaltung am Dienstag, 30. Juni 2026, in der Alten Pädagogischen Hochschule ausgezeichnet worden. Die Preise überreichten Umweltbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain und Umweltamtsleiterin Sabine Lachenicht. BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Gruppenfoto der Schülerinnen und Schüler.
Prämierung der BNE-Teams am 30. Juni 2026: Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen sowie Lehrkräfte aus über 20 Schulen freuten sich über die Auszeichnung. (Foto: Hohenester/PHHD)

„Die BNE-Teams zeigen Nachhaltigkeit alltagsnah in all ihren Facetten. Klimaschutz durch Energiesparen im Schulalltag gehört genauso dazu wie soziale Nachhaltigkeit durch Streitschlichterprogramme. Für die junge und umweltbewusste Stadt Heidelberg sind die BNE-Teams und ihre Projekte von großer Bedeutung. Kinder und Jugendliche übernehmen Verantwortung und gestalten unsere Zukunft aktiv mit. Dieses Engagement verdient große Anerkennung und stellt einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in Heidelberg dar“, sagte Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain.

Verantwortung übernehmen für Ernährung, Umwelt und einander

Soziale Projekte wie Sponsorenläufe oder auch Workshops wie „Herzklopfen“, in denen Jugendliche einen gewaltfreien Umgang mit Beziehungskonflikten erlernen, haben genauso ihren Platz im Repertoire der Schulen wie Streitschlichterprogramme. Der bewusste Umgang mit Lebensmitteln und die Wichtigkeit von nachhaltiger Ernährung zeigt sich zum Beispiel in der Anlegung von Schulgärten. Blutspendeaktionen und Angebote zur Gewaltprävention unterstreichen die Wichtigkeit von Gesundheit. Gleichzeitig zeigen Projekte wie Nachhaltigkeitswochen oder Naturerlebnistage, wie Bildung Menschen dazu befähigen kann, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen.

Klimaschutz und gesellschaftlicher Zusammenhalt als zentrale Themen

Energiesparen im Schulalltag kann mit selbsttätig temperaturregulierenden Heizkörperventilen gelingen und eine verpackungsfreie Woche zeigt, wie Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen nachhaltigen Konsum und den Schutz der Biodiversität konkret im Alltag umsetzen können. Im Rahmen des Projekts „Artenreicher Schulhof“ untersuchen die Projektteilnehmerinnen und
-teilnehmer den ökologischen Zustand des Schulgeländes und erarbeiten Empfehlungen zur Umgestaltung, um Biodiversität zu fördern. Thematische Doppelstunden und Frühjahrsputzaktionen sensibilisieren für Klimaschutz, während andere Schulen mit Stadtradeln und Fahrradchecks nachhaltige Mobilität fördern. Bei vielen Projekten geht es auch um Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Frieden. So gibt es zum Beispiel eine Ausstellung gegen das Vergessen, ein Zeichen gegen Extremismus und für Erinnerungskultur.

Raoul Schmidt-Lamontain, Sabine Lachenicht, Prof. Dr. Alexander Sigmund und weitere Projektbeteiligte.
Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Mitte) ehrte zusammen mit Sabine Lachenicht, Leiterin des Umweltamtes (links), und Prof. Dr. Alexander Sigmund, Geschäftsführender Direktor des BNE-Zentrums der Pädagogischen Hochschule (rechts), – hier auf dem Bild mit weiteren Projektbeteiligen – engagierte Schülerinnen und Schüler aller Schulformen. (Foto: Hohenester/PHHD)

Die Prämierungen im Überblick

  • Albert-Schweitzer-Schule: 900 Euro
  • Bunsen-Gymnasium 900 Euro
  • Elisabeth-von-Thadden-Schule 800 Euro
  • Geschwister-Scholl-Schule 800 Euro
  • Gregor-Mendel-Realschule 700 Euro
  • Heiligenbergschule 700 Euro
  • Helmholtz-Gymnasium 700 Euro
  • Hölderlin-Gymnasium 900 Euro
  • IGH 900 Euro
  • Johannes-Gutenberg-Schule 800 Euro
  • Julius-Springer-Schule 800 Euro
  • Kurpfalzschule 800 Euro
  • Landhausschule 900 Euro
  • Marie-Baum-Schule und Hotelfachschule 700 Euro
  • Marie-Marcks-Schule 800 Euro
  • Mönchhofschule 800 Euro
  • Neckarschule 700 Euro
  • Raphael-Schulen 900 Euro
  • Tiefburgschule 800 Euro
  • Waldparkschule 900 Euro

Die Stadt Heidelberg belohnt den Einsatz und die Motivation der Schulen jährlich seit dem Schuljahr 1995/96. Insgesamt schüttete das Umweltamt dieses Jahr 16.200 Euro an Preisgeld aus.

Förderung nachhaltigen Engagements durch Heidelbergs BNE-Programm

Das Umweltamt der Stadt Heidelberg fördert Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an Schulen seit über 20 Jahren mit einem Prämiensystem, das Fortbildungen, Austauschmöglichkeiten und finanzielle Anreize umfasst. Die Höhe der Prämien richtet sich nach den dokumentierten Aktivitäten der Schulen. Aus einem ursprünglichen Fokus auf Energiesparen hat sich ein umfassender Ansatz entwickelt, der Themen wie nachhaltigen Konsum, Ressourcenschonung und soziales Miteinander in den Schulalltag integriert.

Ergänzend: Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.heidelberg.de/umwelt.

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