Hitze und Trockenheit: Stadt gießt Bäume und Grünflächen mit hoher Priorität

Bürgerinnen und Bürger können beim Gießen von Stadtbäumen unterstützen

Die aktuelle Hitze macht auch der Vegetation in Heidelberg zu schaffen. Das städtische Landschafts- und Forstamt gießt deshalb derzeit mit hoher Priorität Bäume, Pflanzflächen und Grünanlagen im Stadtgebiet. Nach Einschätzung des Fachamts ist der Zustand der städtischen Grünflächen und Bäume aktuell insgesamt noch gut. Die anhaltend hohen Temperaturen bedeuten für Bäume und Pflanzen aber eine deutliche Belastung.

Landschafts- und Forstamt bringt täglich rund 400.000 Liter Wasser aus

Das Landschafts- und Forstamt setzt für die Bewässerung derzeit alle verfügbaren Ressourcen ein. Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Zwei-Schicht-Betrieb an sieben Tagen pro Woche unterwegs. An einem Tag bringt das Fachamt rund 400.000 Liter Wasser aus. Gewässert wird nach fachlichen Kriterien – unter anderem nach Pflanzzeitpunkt, Standort, Erscheinungsbild der Pflanzen und gärtnerischer Expertise. Priorität haben insbesondere junge Bäume, Neupflanzungen, stark belastete Standorte und Pflanzen, die durch Trockenheit besonders gefährdet sind.

In Heidelberg wachsen rund 50.000 städtische Bäume – Stadtwald und private Grundstücke nicht mitgerechnet. Hinzu kommen Pflanzkübel, Beete und Grünflächen im gesamten Stadtgebiet. Auch mit Schichtbetrieb und Wochenenddiensten kann die Stadt deshalb nicht jeden Standort jederzeit in dem Umfang bewässern, der bei anhaltender Hitze wünschenswert wäre. Die vorhandenen Ressourcen werden so eingesetzt, dass besonders gefährdete Pflanzen möglichst gut versorgt werden.

Diese Schwerpunktsetzung kann vorübergehend dazu führen, dass die allgemeine Pflege von Grünflächen nicht überall im gewohnten Umfang erfolgen kann. Beim Rückschnitt von Sträuchern, Gräsern und Gehölzen liegt der Fokus aktuell insbesondere auf der Verkehrssicherung – etwa dem Freihalten von Sichtachsen an Straßen und Wegen oder entlang von Radwegen. Arbeiten, die nicht unmittelbar der Sicherheit dienen, können zeitweise zurückgestellt werden.

Wie Bürgerinnen und Bürger beim Gießen von Stadtbäumen unterstützen können

Die Stadt Heidelberg bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für diese vorübergehende Schwerpunktsetzung – und zugleich um Mithilfe beim Gießen von Bäumen im öffentlichen Raum, insbesondere vor der eigenen Haustür. Gerade in längeren Hitze- und Trockenphasen kann zusätzliche Bewässerung eine wichtige Unterstützung sein.

Hilfreich ist es bereits, dem Baum vor der eigenen Haustür alle zwei Tage zwei bis drei Gießkannen Wasser zu geben – gern auch mehr. Gegossen werden sollte am besten früh morgens oder in den Abendstunden. Dann kann das Wasser besser im Boden versickern und verdunstet nicht sofort. Auch Pflanzkübel in der Nähe können von zusätzlichem Wasser profitieren.

Wichtig ist dabei, dass niemand sich selbst oder andere gefährdet: Bitte keine Bewässerungsschläuche über Geh-, Rad- oder Fahrwege legen und beim Gießen nicht in den Verkehrsraum treten.

Stadt setzt auf klimaangepasste Bepflanzung

Die trockenen und heißen Sommer der vergangenen Jahre haben insbesondere jungen Bäume zugesetzt. Bei Neupflanzungen setzen die städtischen Gärtnerinnen und Gärtner daher vermehrt auf hitzeverträglichere Pflanzen und Bäume, beispielsweise Staudengewächse auf Verkehrsinseln sowie hitzerobustere Silberlinden, Ungarische Eichen, Zerr-Eichen, Hopfenbuchen oder Zedern. Auch diese Pflanzungen brauchen in Hitze- und Trockenphasen zusätzliche Bewässerung.

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