Lebendiger Austausch zwischen Jugendlichen aus Heidelberg, Bautzen und Jelenia Góra

Fokus auf Beteiligung und Demokratie / Auftakt zum 35. Jubiläum der Partnerschaft mit Bautzen 2026

Zwischen Heidelberg und Bautzen bestehen seit der deutschen Wiedervereinigung enge Beziehungen – 2026 feiern beide Städte das 35-jährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaft. Ein zentraler Bestandteil der Freundschaft ist von Beginn an der Austausch und die Begegnung zwischen jungen Menschen aus beiden Städten. Bei einem Besuch von Mitgliedern des Heidelberger Jugendgemeinderats und einem Schüler des St. Raphael Gymnasiums kürzlich in Bautzen standen die Themen Städtepartnerschaft, Jugendbeteiligung und Demokratieförderung im Blickpunkt. Die Heidelberger Jugendlichen trafen auf Gleichaltrige aus der sächsischen Partnerstadt, aus dem Landkreis Bautzen sowie aus der polnischen Stadt Jelenia Góra – Partnerstadt Bautzens und seit 20 Jahren über eine Freundschaftscharta mit Heidelberg verbunden. Zwischen dem St. Raphael Gymnasium und dem Zeromski Liceum in Jelenia Gora findet seit 2005 ein regelmäßiger Schüleraustausch statt.

Städtepartnerschaften mit einem lebendigen Austausch und die Jugendbeteiligung nehmen in Heidelberg, aber auch in den anderen beteiligten Städten und Regionen eine wichtige Rolle zur Stärkung von Teilhabe und demokratischem Selbstverständnis ein. Neben dem Austausch untereinander diskutierten die Jugendlichen auch mit dem Bautzner Oberbürgermeister Karsten Vogt über kommunalpolitische Herausforderungen, Mitgestaltungsmöglichkeiten junger Menschen sowie erfolgreiche Beteiligungsmodelle. Leni Kischkel, Jugendgemeinderätin aus Heidelberg, schilderte eindrucksvoll, wie sie vor der Jugendgemeinderatswahl in Heidelberg Wahlkampf betrieben hatte. Der Bautzener Oberbürgermeister lobte das Engagement der Jugendlichen.

Eine Gruppe junger Menschen mit einem mittelalten Herrn in Anzug stehen vor einem Brunnen in malerischer Altstadtkulisse.
Der Oberbürgermeister von Bautzen, Karsten Vogt (Mitte), traf junge Menschen aus Heidelberg, Bautzen und der umliegenden Region sowie Jelenia Góra zum Austausch – darunter die Heidelberger Jugendgemeinderäte Rafael Sison (vorne, 2. von links), Annika Bischofberger (2. Reihe, 3. von links) und Leni Kischkel (vorne rechts) sowie Leo vom St. Raphael-Gymnasium (2. Reihe, 5. von links). (Foto: Stadt Bautzen)

Auf dem abwechslungsreichen Programm der Jugendlichen standen neben Workshops und Diskussionsrunden auch ausreichend Zeit für persönliche Begegnungen und interkulturelles Lernen. Organisiert wurde das Treffen der Partnerkommunen mit engagierten Jugendorganisationen aus der Region Bautzen.

„Durch den Jugendgemeinderat haben wir eine Stimme“

„Mir ist nochmal klar geworden, wie selbstverständlich es für uns in Heidelberg ist, mitreden zu dürfen – durch den Jugendgemeinderat haben wir eine Stimme“, resümierte der Heidelberger Jugendgemeinderat Rafael Sison am Ende des Treffens. Für Annika Bischofberger, Jugendgemeinderätin aus Heidelberg, war der Austausch mit Gleichaltrigen aus Bautzen und Jelenia Gora vor allem eine Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen, von ihnen zu lernen und die Perspektive zu wechseln. Das Treffen wurde von allen Beteiligten als großer Erfolg gewertet – es zeigte eindrucksvoll, wie junge Menschen über regionale und nationale Grenzen hinweg Demokratie mitgestalten und gemeinsame Ideen für die Zukunft entwickeln können.

Das Treffen in Bautzen war der Startpunkt für einen lebendigen Austausch zwischen jungen Menschen aus beiden Städten zur Stärkung von Jugendbeteiligung. Zum 35-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft 2026 soll dieser in Heidelberg fortgesetzt werden.

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