2.1. Anforderungen aus der UN- Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und dem L-BGG: Identifizierung wichtiger Themenfelder, Impulse zur Umsetzung
Ein systematischer Abgleich mit den Anforderungen der UN-BRK und des L-BGG wurde 2019 vorgelegt. Die „Bestandsaufnahme: 10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland – Umsetzungsstand in Heidelberg“ wurde als Broschüre veröffentlicht und bildete die Grundlage für das "Inklusionslabor" am 23. März 2019. Die Bestandsaufnahme wurde dort den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Anschließend wurden an Thementischen Ziele und Maßnahmen daraus abgeleitet und entwickelt.
Weitere Informationen: www.heidelberg.de/inklusionslabor
Im Folgenden werden aus jedem Themengebiet die drei meistgenannten Vorschläge genannt und aufgeführt, was dazu im Jahr 2020 angeregt oder umgesetzt wurde:
| Recht, Schutz und Nichtdiskriminierung |
Maßnahmen |
| Persönliches Budget |
Teilnahme an Informationsveranstaltung des Amtes für Soziales und Senioren zum Landesrahmenvertrag BTHG, Vorbereitung einer Informationsveranstaltung der Landesbehindertenbeauftragten dazu. |
| Gebärdensprachkompetenz |
Kurs für interessierte KBBs aus Ba-Wü bei GebärdenVerstehen abgestimmt; fand coronabedingt nicht statt. Filmabend zum Thema „Leben mit Hörbehinderung“, Veröffentlichung der Broschüre zum Thema. |
| Medien-Ethik: Darstellung von Menschen mit Behinderungen in den Medien |
Filmprojekt „Hätten Sie´s gedacht?!?“ mit Portraits von Menschen mit Behinderungen aus Heidelberg – wird 2021 veröffentlicht. |
| Barrierefreiheit / Mobilität |
Maßnahmen |
| Barrierefreiheit im Öffentlichen Raum |
Umfangreiche Abstimmungen zur Planung des Umfelds Großsporthalle (SNP Dome); Stadtteilbegehung Bergheim West zum Thema Barrierefreiheit; Ortstermine Gadamerplatz und Plöck; diverse Einzelmaßnahmen; Ideensammlung und -abstimmung zur Beschilderung barrierefreier Wanderwege; Behindertenparkplätze; Faltblatt zum Thema „Hürdenlos rein mit der mobilen Rampe“ veröffentlicht; Begeh- und Berollbarkeit von historischen Straßenbelägen innerhalb der Verwaltung thematisiert. |
| Barrierefreiheit im ÖPNV |
Abstimmung Anforderungen mit rnv für „Rhein-Neckar-Tram 2020“; Beteiligung bei Planung Bushaltestelle Peterskirche; Rollstuhltaxi nimmt Betrieb auf; Planungen zum Thema Bushaltestellenplan – nach Votum des bmb an den VRN herangetreten mit Bitte, die Hinweise zur Barrierefreiheit aller Haltestellen im Verbundgebiet in der Online-Auskunft und in den Displays im Fahrzeug-Innenraum anzuzeigen. |
| Geschultes Personal im ÖPNV |
Regelmäßiger Kontakt mit rnv. Anlassbezogen Kontakt mit DB. |
| Gesellschaftliche Teilhabe |
Maßnahmen |
| Gendersensible Pflege |
- |
| Assistenz |
Bei Corona-Task-Force auf die Notwendigkeit der Versorgung von Pflege- / Assistenzkräften im häuslichen Umfeld mit Schutzmaterialien hingewiesen. |
| Psychosozialen Dienst ausbauen |
Koordination einer AG im Rahmen des Psychiatrie-Arbeitskreises und Erstellung von Informationen für Menschen in psychischen Krisensituationen. |
| Bildung und Arbeit |
Maßnahmen |
| Inklusive Bildung an Gymnasien |
Dieses Thema liegt nicht in kommunaler Zuständigkeit |
| Vorbereitung Übergang Schule / Beruf |
Zusammenarbeit mit Integrationsfachdienst und Agentur für Arbeit; Weitergabe von Informationen durch die KBB an den AK Inklusion Arbeit; Gespräche zur Gründung eines Cafés als Inklusionsbetrieb. |
| Anpassung von Bildungseinrichtungen und Arbeitsplätzen |
Aktualisierung der Einträge zu Schulen in www.heidelberg.huerdenlos.de, finanziert aus dem Etat der KBB. |
| Wohnen |
Maßnahmen |
| Inklusive Wohnprojekte |
Konzeption und Planung eines Fachtags zum Thema „Inklusiv Wohnen“. Dieser musste coronabedingt verschoben werden. |
| Bezahlbarer Wohnraum |
Erarbeitung einer Stellungnahme durch die KBB, abgestimmt mit dem bmb und veröffentlicht (s. Anlage); Gespräch mit bmb und Amt für Stadtentwicklung und Statistik. |
| Gehörlosigkeit bei Barrierefreiheit mitdenken |
Filmabend zum Thema Hörbehinderung; Ratgeber „Leben mit Hörbehinderung“ veröffentlicht. |